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Veröffentlichungen

Genau ein Jahr lang, hat die BLAUPAUSE EINER ILLUSION mich nun mit Stolz und Freude erfüllt. Mehr als zwei Jahre denke ich nun schon über sie nach und kann nun den Wandel meiner Empfindungen zu ihr nachverfolgen.

Ich bedaure nicht, Euch mitteilen zu müssen, dass ich sie nicht länger verlegen lasse.


Das bedeutet nicht, dass ich mich plötzlich für sie schäme, es heißt auch nicht, dass ich mich von den Worten distanziere, die ich geschrieben hatte. Es meint, so denke ich, dass ich über die Grenzen hinweggewuchert bin, die ich mir mit der Blaupause geschaffen habe -- dass ich anders von mir und meiner Kunst denke, als noch vor einem Jahr.

In den letzten Monaten merkte ich, dass ich aus der Angst heraus nicht verstanden zu werden, meine Texte angepasst hatte, dass ich meine künstlerischen Visionen verformt hatte, um einem Publikum zu gefallen, dass ich weder bediene, noch bedienen möchte, noch ehrlich bedienen kann.

Das macht mein Geschriebenes nicht unwahr, es sind noch immer Ausdrücke meiner tiefsten Empfindungen, es rückt die Texte nur in eine andere Perspektive -- und dieser Blickwinkel hat mich erkennen lassen, dass ich meine Stimme als kunstschaffende Person erst noch finden muss, dass die Blaupause eben nicht durchgängig mit dieser Stimme spricht, sondern durchzogen von Anpassungen ist, die ich für ein Publikum tätige, welches es nicht für mich gibt.


Was bedeutet das jetzt?

Der Verkauf lässt sich nicht von heute auf morgen stoppen, wenn Ihr also die Chance nutzen wollt, habt Ihr nun noch einmal die (vielleicht letzte) Gelegenheit, eine Kopie zu bekommen

Ich sage vielleicht letzte, da die Blaupause einen unmessbaren Wert für mich hat. Vielleicht wird es irgendwann einmal eine neue resp. ursprüngliche, umgearbeitete Version geben.

Wenn Ihr mich auf dem Weg unterstützen wollt, habe ich noch eine limitierte Anzahl von Büchern, die Ihr direkt von mir kaufen könnt, dazu gibt es ein Lesezeichen, Sticker und auf Wunsch eine Widmung -- Bestellung auf Anfrage.


Was passiert mit der EISERNEN ROSE?

Ich bin umgezogen! Meine neue WEBSEITE könnt Ihr jetzt über meine Familienhomepage erreichen. Der Blog bleibt bestehen, wird aber zu einer Veröffentlichungsplattform umstrukturiert (was Ihr schon seht, da Ihr gerade hier seid). In der mobilen Ansicht haben wir aber noch ein paar Probleme, daran wird schon gearbeitet.


Werde ich weiterhin schreiben?

Die letzten Wochen ließen mich darüber nachdenken, den Stift ruhen zu lassen; es erschien mir sinnlos, Idealen nachzulaufen, die ich nicht an meine Kunst stelle -- ich verzweifelte, weil ich das Gefühl hatte, auf einem Grat zu wandeln, der mich entweder in die Bedeutungslosigkeit oder weg von meiner künstlerischen Intention führt.

Ich erkenne jetzt, dass ich keinen dieser Wege gehen muss, dass ich Kompromisse finden kann und, dass ich auf mein Gefühl vertrauen sollte.

Meine Gefühle ließen mich jeden einzelnen Text schreiben, den Ihr von mir gelesen habt, sie verändern mich und regen Wachstum oder Veränderung an, sie waren es auch, die mir sagten, dass ich nun die richtige Entscheidung treffe.

Ich werde nicht mit dem Schreiben aufhören, weil ich es nicht kann.

Ich muss noch viel lernen und das wird mich verändern, wird mich intelligenter, tiefgründiger, vielschichtiger werden lassen, wird mein Schreiben verändern, nicht aber verhindern können, dass ich aufrichtig und treu zu dem Bauchgefühl meines Schaffens bleibe.

In Zukunft möchte ich diese Seite nutzen, um einige Texte zu veröffentlichen die mehr denn je mit meiner Stimme sprechen, und ich freue mich, wenn Ihr sie lesen möchtet.


Ich bedaure keinen Schritt auf der Reise, die ich für dieses Werk unternommen habe und ich würde und werde manches wieder tun, gleich, wie viel es mich kostet.

Vor genau neun Monaten begann ich damit, wöchentlich einen Text auf der EISERNEN ROSE zu veröffentlichen. Der „Literarische Freitag“ war für mich eine Möglichkeit, in Kontakt mit denen zu treten, die sich für meine Perspektiven und Narrative interessieren; weitaus bedeutender für mich war aber die Verantwortung, welche dahintersteckte. Ich war dazu gezwungen, jede Woche mindestens ein Gedicht zu veröffentlichen, mich also aktiv mit der (vorläufigen) Fertigstellung zu beschäftigen und ein Produkt abzuliefern. Das hat mir in den Monaten der Unsicherheit sehr geholfen. Ich konnte meine Gedanken, zumindest für kurze Zeit, von der Angst über meine Zukunft abwenden, wurde angespornt, trotz meiner Lossage eines Jobs produktiv zu bleiben und hatte ein kreatives Ventil. Der „Lit. Frei.“ hat mir jede Woche gezeigt, dass tatsächlich Interesse für meine Texte besteht, ein Gefühl, welches ich zu der Zeit meiner Buchveröffentlichung bitter notwendig hatte. Trotz all der Vorteile und Texte, die ich schrieb, möchte ich schweren Herzens verkünden, dass diese Woche kein weiterer „Literarischer Freitag“ erscheinen wird, und ich ihn auch auf absehbarer Zeit nicht fortführen werde.


Mein Leben hat sich gewandelt, ich befinde mich vor der metaphorischen Schwelle in einen neuen Abschnitt meines Lebens. Ich verlasse alles, was ich ein „zu Hause“ nennen konnte, strample erste Schritte in Richtung einer beruflichen Laufbahn und inmitten all dieser neuen Konflikte und Veränderungen, arbeite ich an meinem künstlerischen Portfolio – um es zu verkürzen: mir fehlt es an Ressourcen, all das zu tun, was ich momentan tun möchte. Es gab für mich von Anbeginn schwierige Texte, Gedichte, die ich zwar veröffentlicht habe und auf die ich stolz war, aber von denen ich spüren konnte, dass sie nicht immer meinen Anforderungen entsprachen. Mein Geschriebenes ist fast ausschließlich autobiographisch, ich habe jeden Text allein geschrieben, und da ich menschlich bin und mich damit brüste, nur zu schreiben, was ich auch wirklich fühle, fiel es mir oft nicht leicht, periodisch zu veröffentlichen. Das ein ums andere Mal habe ich alte Texte verwendet oder unfertiges umgearbeitet – ich wollte jede Woche ein Meisterwerk abliefern, aber so funktioniert Kunst nicht.


Die Erkenntnis, nicht meine Bestform zu präsentieren, machte mich traurig und ließ in mir den Entschluss reifen, mit dem „Literarischen Freitag“ aufzuhören … aber das muss kein Abschluss für immer sein. Ich möchte mich auf mein Studium konzentrieren, auf das Leben in einer Wohnung nur für mich, auf den völlig neuen Alltag. Ich möchte neues lernen, neue Menschen kennenlernen und besser im Schreiben werden. Ich möchte wieder ein Instrument spielen, eine Lesegemeinschaft oder einen Spieletreff gründen. Ich möchte mir unbekannte Straßen beschreiten, bis ich sie besser kenne als meine Heimatstadt, ich will mich entfernen von dem Leben, welches ich geführt habe, um zu erkennen, was es mich hat lieben und so leben lassen. Ich möchte wieder mehr schreiben (was die letzten Monate teils ziemlich kurz kam) und ich möchte mehr Zeit in umfangreicher Projekte investieren.


An alle, die bis hier her gelesen haben: ohne Euch wäre dieses Projekt bei weitem nicht so langwierig geworden und auch, wenn Ihr stille Betrachter, und in Menge nicht groß seid, bin ich Euch für jede Minute, die Ihr mit meinem Geschriebenen verbracht habt, sehr dankbar. Ich kann nicht sagen, wann ich genug Routine in meinem Leben gefunden habe, wann ich fest genug stehe, um wieder wöchentlich publizieren zu können, um das Gleichgewicht in Schwankungen wiederzufinden, aber bis es so weit ist, wird es viele Möglichkeiten für mich geben, Euch Einblicke zu geben.

 

Bis dahin


Aramis

Aktualisiert: 8. Feb.

Und wenn der Regen verzogen ist,

wenn die Vögel beginnen mit ihrer Nist.

Wenn der Himmel nur mit seichten Wolken bestückt,

Wind jedes Lindenblatt pflückt.

Und wenn ein Ozean sich über die Schmerzen spült,

Wahrheit sich auf Illusionen wühlt.

Wenn die Sonne mich erreicht,

wenn mein Haar nicht mehr von Rauch gebleicht.


Sobald ich schreibe, um zu bleiben,

nicht weiter im Davonlaufen zu leiden.

Sobald ich mich von denen verabschiede, die ich nie verlassen will,

sobald ich nicht mehr auf Papier, ganz still,

sondern in Dein Gesicht, ganz laut, weinen kann,

dann ...


Sobald ich die getrockneten Immortellen verbrenne

mit denen ich Dir seit ihrer Blüte hinterherrenne.

Sobald ich sage, was ich fühle, dass ich es kann wagen

ohne die Angst, zu viel über meine Gefühle zu sagen.


Ich werde mich dann befreit haben,

den Käfig meiner Erwartungen, geöffnet für Gaben.

Mein kleiner Vogel

in der Buche

aus deren Holz die Seiten meiner Geschichten werden.


Das Loge der Eisernen Rose. Hell-beige
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