top of page

Veröffentlichungen

Aktualisiert: 8. Feb.

Und wenn der Regen verzogen ist,

wenn die Vögel beginnen mit ihrer Nist.

Wenn der Himmel nur mit seichten Wolken bestückt,

Wind jedes Lindenblatt pflückt.

Und wenn ein Ozean sich über die Schmerzen spült,

Wahrheit sich auf Illusionen wühlt.

Wenn die Sonne mich erreicht,

wenn mein Haar nicht mehr von Rauch gebleicht.


Sobald ich schreibe, um zu bleiben,

nicht weiter im Davonlaufen zu leiden.

Sobald ich mich von denen verabschiede, die ich nie verlassen will,

sobald ich nicht mehr auf Papier, ganz still,

sondern in Dein Gesicht, ganz laut, weinen kann,

dann ...


Sobald ich die getrockneten Immortellen verbrenne

mit denen ich Dir seit ihrer Blüte hinterherrenne.

Sobald ich sage, was ich fühle, dass ich es kann wagen

ohne die Angst, zu viel über meine Gefühle zu sagen.


Ich werde mich dann befreit haben,

den Käfig meiner Erwartungen, geöffnet für Gaben.

Mein kleiner Vogel

in der Buche

aus deren Holz die Seiten meiner Geschichten werden.


  • 7. Aug. 2025

Du fragst sie,

Du fragst ihn,

aber nie mich.

Auf einen Drink,

Gespräche über Vergänglichkeiten.

Ich habe Dir die Unendlichkeit geschenkt.


Macht es Dir nichts aus,

dass es mir so viel ausmacht?


Und Du nimmst sie,

nimmst ihn,

aber Du nimmst mich niemals mit.

Gebe Dir das alles,

willst nichts davon.


Stört es Dich denn nicht,

dass es mich stört?


Und Du willst es mit ihr,

willst es mit ihm,

aber niemand könnte Dich zu mir zwingen.

Eine Hure für den richtigen Preis

aber nicht für mich.


Interessiert es Dich gar nicht,

dass es mich interessiert?


Du triffst sie,

triffst ihn;

meine Einladungen welken in einer Vase aus "nächsten Malen".

Archivierte Verabredungen;

für immer in Reichweite,

um an den Kopf geworfen zu bekommen, wie viel Energie in soziale Kontakte fließt.

Nie nah genug, um tatsächlich einen Schlag zu spüren.

Nie nah genug für Nähe.


Bedeutet es Dir denn gar nichts,

dass es mir einfach alles bedeutet?


  • 31. Juli 2025

Regen hat alle Erde von der Leiche gespült.

Habe ihr gestern ein kleines Grab geschaffen.

Doch meine Bemühungen wurden ausgespült.

 

Wie konnte ich das zulassen?

Du flogst zu nah an mich.

Musst meine Hörner mit einem Heiligenschein verwechselt haben.

Wolltest nur zum hellsten Stern,

hast nicht mit den Geständnissen gerechnet, die ich vor eine strahlende Sonne schieben kann.

Kamst so nah an mich,

das Gewicht meiner Emotionen wog zu schwer im Raum.

Und Du wolltest um die Finsternis kreisen,

Licht hinter den Schatten sehen.

Ich habe Dich zerdrückt.

 

Meine Motte,

meine liebe Motte!

Hast dieses Schicksal nicht verdient,

aber wer auch immer

plant was auch immer.

Das zumindest, wurde mir gesagt, also bezahle ich für den Rat.

Aber nein, Du hast das nicht verdient.

 

Also bedankte ich mich für Deine Gaben,

küsste die sterbende Hülle, dass Du zuletzt nur Liebe spürst.

Mit dem guten Goldbesteck von Oma,

grub ich ein Loch

-unter den Hortensien, so tief, wie die Gefühle Deines Verlustes liegen-

Ich habe Dir noch Tränen geschenkt,

aber Du wolltest nur Wärme.

Habe zu heiß gebrannt,

Deine Flügel schmolzen.

 

Regen hat sämtliche Erde von Deiner Leiche gespült

und Dich fortgetragen.

Wollte, dass Du an einen besseren Ort kommst,

stattdessen kamst Du zu mir,

und verfaulst jetzt in einer Regenrinne.

Ich bin ein Kleinkind, was alles zu fest hält,

bis es zu Asche zwischen Fingern erstickt.

 

Ich hoffe, dass Du an einem besseren Ort, als meiner Umlaufbahn bist.

Ich kann nur hoffen, dass Du auch wirklich tot warst.

Ich kann nur hoffen, dass meine Insula weniger Gewicht im Raum einnimmt.

 

Meine liebe Motte,

Du hast das nicht verdient.

Ich konnte mich nicht beherrschen.

Stelle Dir einen gigantischen Grabstein auf

in meinem Hirn,

in meinem Herzen.

Ich kann nur hoffen, dass Du an einem besseren Ort bist,

kann nur hoffen, dass Du weit, weit weg von mir bist.

Das Loge der Eisernen Rose. Hell-beige
bottom of page