ein besserer Ort
- 31. Juli 2025
- 2 Min. Lesezeit
Regen hat alle Erde von der Leiche gespült.
Habe ihr gestern ein kleines Grab geschaffen.
Doch meine Bemühungen wurden ausgespült.
Wie konnte ich das zulassen?
Du flogst zu nah an mich.
Musst meine Hörner mit einem Heiligenschein verwechselt haben.
Wolltest nur zum hellsten Stern,
hast nicht mit den Geständnissen gerechnet, die ich vor eine strahlende Sonne schieben kann.
Kamst so nah an mich,
das Gewicht meiner Emotionen wog zu schwer im Raum.
Und Du wolltest um die Finsternis kreisen,
Licht hinter den Schatten sehen.
Ich habe Dich zerdrückt.
Meine Motte,
meine liebe Motte!
Hast dieses Schicksal nicht verdient,
aber wer auch immer
plant was auch immer.
Das zumindest, wurde mir gesagt, also bezahle ich für den Rat.
Aber nein, Du hast das nicht verdient.
Also bedankte ich mich für Deine Gaben,
küsste die sterbende Hülle, dass Du zuletzt nur Liebe spürst.
Mit dem guten Goldbesteck von Oma,
grub ich ein Loch
-unter den Hortensien, so tief, wie die Gefühle Deines Verlustes liegen-
Ich habe Dir noch Tränen geschenkt,
aber Du wolltest nur Wärme.
Habe zu heiß gebrannt,
Deine Flügel schmolzen.
Regen hat sämtliche Erde von Deiner Leiche gespült
und Dich fortgetragen.
Wollte, dass Du an einen besseren Ort kommst,
stattdessen kamst Du zu mir,
und verfaulst jetzt in einer Regenrinne.
Ich bin ein Kleinkind, was alles zu fest hält,
bis es zu Asche zwischen Fingern erstickt.
Ich hoffe, dass Du an einem besseren Ort, als meiner Umlaufbahn bist.
Ich kann nur hoffen, dass Du auch wirklich tot warst.
Ich kann nur hoffen, dass meine Insula weniger Gewicht im Raum einnimmt.
Meine liebe Motte,
Du hast das nicht verdient.
Ich konnte mich nicht beherrschen.
Stelle Dir einen gigantischen Grabstein auf
in meinem Hirn,
in meinem Herzen.
Ich kann nur hoffen, dass Du an einem besseren Ort bist,
kann nur hoffen, dass Du weit, weit weg von mir bist.


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