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Veröffentlichungen

  • 7. Aug. 2025

Du fragst sie,

Du fragst ihn,

aber nie mich.

Auf einen Drink,

Gespräche über Vergänglichkeiten.

Ich habe Dir die Unendlichkeit geschenkt.


Macht es Dir nichts aus,

dass es mir so viel ausmacht?


Und Du nimmst sie,

nimmst ihn,

aber Du nimmst mich niemals mit.

Gebe Dir das alles,

willst nichts davon.


Stört es Dich denn nicht,

dass es mich stört?


Und Du willst es mit ihr,

willst es mit ihm,

aber niemand könnte Dich zu mir zwingen.

Eine Hure für den richtigen Preis

aber nicht für mich.


Interessiert es Dich gar nicht,

dass es mich interessiert?


Du triffst sie,

triffst ihn;

meine Einladungen welken in einer Vase aus "nächsten Malen".

Archivierte Verabredungen;

für immer in Reichweite,

um an den Kopf geworfen zu bekommen, wie viel Energie in soziale Kontakte fließt.

Nie nah genug, um tatsächlich einen Schlag zu spüren.

Nie nah genug für Nähe.


Bedeutet es Dir denn gar nichts,

dass es mir einfach alles bedeutet?


  • 31. Juli 2025

Regen hat alle Erde von der Leiche gespült.

Habe ihr gestern ein kleines Grab geschaffen.

Doch meine Bemühungen wurden ausgespült.

 

Wie konnte ich das zulassen?

Du flogst zu nah an mich.

Musst meine Hörner mit einem Heiligenschein verwechselt haben.

Wolltest nur zum hellsten Stern,

hast nicht mit den Geständnissen gerechnet, die ich vor eine strahlende Sonne schieben kann.

Kamst so nah an mich,

das Gewicht meiner Emotionen wog zu schwer im Raum.

Und Du wolltest um die Finsternis kreisen,

Licht hinter den Schatten sehen.

Ich habe Dich zerdrückt.

 

Meine Motte,

meine liebe Motte!

Hast dieses Schicksal nicht verdient,

aber wer auch immer

plant was auch immer.

Das zumindest, wurde mir gesagt, also bezahle ich für den Rat.

Aber nein, Du hast das nicht verdient.

 

Also bedankte ich mich für Deine Gaben,

küsste die sterbende Hülle, dass Du zuletzt nur Liebe spürst.

Mit dem guten Goldbesteck von Oma,

grub ich ein Loch

-unter den Hortensien, so tief, wie die Gefühle Deines Verlustes liegen-

Ich habe Dir noch Tränen geschenkt,

aber Du wolltest nur Wärme.

Habe zu heiß gebrannt,

Deine Flügel schmolzen.

 

Regen hat sämtliche Erde von Deiner Leiche gespült

und Dich fortgetragen.

Wollte, dass Du an einen besseren Ort kommst,

stattdessen kamst Du zu mir,

und verfaulst jetzt in einer Regenrinne.

Ich bin ein Kleinkind, was alles zu fest hält,

bis es zu Asche zwischen Fingern erstickt.

 

Ich hoffe, dass Du an einem besseren Ort, als meiner Umlaufbahn bist.

Ich kann nur hoffen, dass Du auch wirklich tot warst.

Ich kann nur hoffen, dass meine Insula weniger Gewicht im Raum einnimmt.

 

Meine liebe Motte,

Du hast das nicht verdient.

Ich konnte mich nicht beherrschen.

Stelle Dir einen gigantischen Grabstein auf

in meinem Hirn,

in meinem Herzen.

Ich kann nur hoffen, dass Du an einem besseren Ort bist,

kann nur hoffen, dass Du weit, weit weg von mir bist.

  • 24. Juli 2025

Ich dachte, Du wärst die Scheibe,

durch welche ich unsere Welt beobachte.

Der Filter, durch den ich meine Bestimmung seihe,

dass Sinnlosigkeit sich absetzt, und ich alles neu betrachte.

Dass ich alles sehen kann,

solange ich jeden anderen aus meinem Sichtfeld verbann‘.

Habe Dich in jedem Raum gesucht,

um Klarheit über meine Heimat zu verlangen.

Jeden verzweifelten Trick im Internet versucht,

nur, um durch Deine Augen an die Erwartungen an mich selbst zu gelangen.


Ich redete mir Ewigkeiten ein

alles zu besitzen, würde mir doch nur ein kleiner Teil von Dir gehören.

So plötzlich waren wir ganz allein,

und ich erkannte, dass Du zu viele so liebst, die mein perfektes Bild unserer Zweisamkeit stören.

Vor meinen Augen zerbrach ein gesamter Planet,

der mit jedem Traum mehr aus seiner Bahn gerät.

Werde noch lange beschäftigt sein,

eine Sphäre um das Chaos zu bauen.

Damit alles warm gehalten wird von dem Schein,

dass ich auf eine Veränderung meines Kurses kann vertrauen.

 

Die Erwartung an Dich ist das Glas,

durch welches ich mich betrachte.

Als es zersprang, floss heraus stimulierendes Gas,

lässt mich gigantische Fehler erkennen, von denen ein jeder mich ins Labyrinth mit Mauern aus Hoffnungen brachte.

Werfe einen Schatten, mühelos und ohne Gewalt,

genau so groß, wie das Wesen meiner Gestalt.

Der rosa Schein ist vergangen,

kann jetzt jede Grenze durchbrechen.

Nicht länger in Tagträumen verfangen,

von denen ich zuließ, dass sie mir Unmögliches versprechen.

 

Ich dachte, meine Perspektiven seien eine Brille,

durch deren Blick Du endlich wärst vernarrt.

Habe Dich gesehen als Kokille,

in die ich nur genug Liebe gießen muss, bis etwas darin als mein Freund erstarrt.

In der Hoffnung, Du würdest Dich daran erfreuen,

tat ich einiges, was ich heute muss bereuen.

Denn die Erwartung an Dich war ein Fernrohr,

falsch herum, was mich von allem distanzierte, was wir hatten.

Fahre es alles ein und bohr‘

tief in mir, um jeden Gedanken an Dich zu beschatten.

 

Also zerschlage ich die Scheiben,

um zu erkennen, dass es ein einziger Spiegel war. Muss verdammen,

dass alle diese Barrikaden, in denen sich meine Gedanken verzweigen,

meinen Ansprüchen an fremder Leute Verhalten entstammen.

Im Lichte einer optimistischen Zukunft, lief ich in den Garten,

verirrt in einer Illusion, sollte ich dort schon gestern, oder bis morgen, aber nie heute auf Dich warten.

Und vielleicht lebe ich in Pech für sieben Jahre,

dass ich die Maschinerie meiner Seele so umstrukturiere.

Glückseligkeit danach, wenn ich weiter so verfahre,

jetzt, wo ich das Gedankenkarussell dekonstruiere.

 

Schönheit fließt entlang meiner Wangentraufen,

muss keine fremden Löcher mehr stopfen.

Ich sitze in einem Scherbenhaufen,

von Zeit zu Zeit hört man Blut tropfen.

Kannst mein Interieur erspähen,

kannst nur zusehen.

Werde mich nach eigener Vorstellung neu errichten.

Du wirst die Aufforderung zum Gehen missachten.

Ich werde Dir von allem berichten.

Du bist da, um es alles zu betrachten.

Das Loge der Eisernen Rose. Hell-beige
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